Monitorvorstellung – EIZO CS240

3. März 2016

EIZO CS240

Hi Leute,

in diesem Beitrag möchte ich euch einen Monitor von der Firma EIZO vorstellen. Es handelt sich hierbei um den EIZO CS240.

Ende letzten Jahres war ich auf der Suche nach einem neuen Monitor, der speziell für Aufgaben wie Bildbearbeitung, Grafik-Design und co. ausgelegt ist. Da ich schon seit längerem mit einem EIZO EV2316W-FS gearbeitet habe und der Support bis heute absolut einwandfrei ist (einmal wurde mir dieser Monitor vollkommen kostenlos wegen einem Pixelfehler ausgetauscht) war mir von Anfang an klar, dass auch der neue Bildschirm auf jedenfall von EIZO sein wird. Schon allein wegen der Tatsache, dass EIZO in meinen Augen die absolut besten Monitore in Sachen Wide Gamut und Farbverbindlichkeit herstellt. Und falls ihr euch jetzt fragt, ob ich von EIZO für dieses große Lob bezahlt werde… NEIN! Das ist einfach meine ganz persönliche Meinung. :-)

Jedenfalls bin ich nach ausführlicher Recherche auf den EIZO CS240 Monitor gestoßen.

Warum ausgerechnet dieser Monitor?

Dieser Monitor gehört der „Color-Edge-Produktreihe“ von EIZO an und ist somit zum einen Hardware kalibrierbar (ein absolutes Muss in meinen Augen) und zum Anderen kann der Adobe RGB Farbraum zu 99% dargestellt werden. Mit einer Bildschirmgröße von 24 Zoll und einer Auflösung von 1920x1200px hat der Monitor eine anständige Größe und man kann sehr angenehm damit arbeiten. Ein weiterer Grund für meine Kaufentscheidung war auch sicherlich der Preis. Zu dem Zeitpunkt, als ich den Monitor gekauft habe, lag der Preis bei knapp 700€. Zwar ist das immer noch sehr viel Geld, aber im Vergleich zu anderen Wide-Gamut-Monitoren ist dies wirklich ein annehmbarer Preis und ich danke EIZO dafür, dass mein Geldbeutel nicht ganz so sehr ausgereizt wurde.

Welche Features waren mir wichtig?

In folgender Liste habe ich euch alles aufgelistet, welche Eigenschaften mir persönlich bei der Kaufentscheidung wichtig waren:

  • mindestens eine Bildschirmgröße von 24 Zoll
  • Hardware Kalibrierung
  • Wide Gamut | 99% Adobe RGB darstellbar
  • IPS-Panel
  • X-Rite Unterstützung
  • Kaufpreis unter 1000€

Wie ihr seht, ist meine „must have“ Liste nicht unendlich lang, aber diese Eigenschaften machen eben den kleinen aber feinen Unterschied im Vergleich zu einem gewöhnlichen Office-Monitor aus.

Features im Detail:

Damit ihr euch nicht einfach mit der oben stehenden Auflistung abfinden müsst, möchte ich euch zu jedem Punkt noch einige genauere Details erläutern und euch meine Beweggründe näher bringen.

Mindestens 24 Zoll Bildschirmgröße
Lange Zeit war ich der Ansicht, dass ich keinen besonders großen Bildschirm brauche, um damit anständig arbeiten zu können. Und dieser Meinung bin ich auch heute noch. Denn unterwegs habe ich maximal mein 13 Zoll Macbook dabei und kann mich echt nicht beklagen. Allerdings gibt es ja solche „Braucht man nicht zwingend – Ist aber toll es zu haben“  Gadgets und darunter zähle ich auch die sehr schöne Monitorgröße von 24 Zoll.

Besonders die 1200px in der Höhe haben es mir angetan, da man z.B. in Photoshop aber auch in Lightroom um jeden Pixel in der Höhe dankbar ist, wenn man mal eine Weile damit gearbeitet hat. Wer weiss… Vielleicht wird der nächste Monitor in ein paar Jahren sogar 27 Zoll ;-)

EIZO CS240

Hardware Kalibrierung
Als ich vor ein paar Jahren in das Thema Colormanagement eingestiegen bin, war dies eines der ersten größeren Hürden, die ich bewältigen musste. Ich stellte mir Fragen, wie z.B. „Was ist der Unterschied zwischen Software Profilierung und Hardware Kalibrierung?“ oder „Was ist besser?“

Die Frage „Was ist besser?“ kann ich heute eindeutig mit Hardware Kalibrierung beantworten. Denn bei der Software Profilierung wird nicht der Monitor direkt eingestellt, sondern es werden Einstellungen an der Grafikkarte eures Computers vorgenommen. Dadurch kann es im schlimmsten Fall sogar passieren, dass die Farben nach der Profilierung schlimmer aussehen als vorher. Ich für meinen Teil bin mit dieser Methode oftmals nicht sehr zufrieden. Bei Monitoren, wie z.B. meinem Macbook bleibt mir allerdings nichts anderes übrig.

Anders ist das bei der Hardware Kalibrierung. Hier ist der Monitor (mit Hilfe einer Software) in der Lage die interne Hardware so zu verstellen, dass die Farben richtig dargestellt werden. Es werden also keine Einstellungen direkt an der Grafikkarte vorgenommen. Alle Änderungen finden direkt in der Monitor Hardware statt. Wenn ihr euch also entscheiden könnt, dann wählt im Zweifelsfall immer die Hardware Kalibrierung, da diese einfach genauer und vor allem verlustfreier arbeitet.

Wide Gamut

Wide Gamut hat etwas mit dem Farbumfang des Monitors zu tun. Normale Office Monitore kommen dabei nur maximal an den kleinen sRGB Farbraum heran. Dies reicht zwar, wenn man nur für das Web arbeitet, aber spätestens wenn man alles aus seinen Bildern herausholen will, kommt man um den viel größeren Adobe RGB bzw. eciRGB Farbraum nicht herum. Natürlich könnt ihr auch Adobe RGB Daten auf einem Office Monitor bearbeiten, allerdings bekommt ihr dann höchstwahrscheinlich viel weniger Farben angezeigt, als wirklich im Bild enthalten sind. Kein Wunder es kann ja auch nur sRGB dargestellt werden. Aber spätestens wenn ihr dann eure Bilder drucken möchtet, ist die Enttäuschung in den meisten Fällen sehr groß. Denn viele Farben werden nun ganz anders dargestellt als auf dem Monitor.

Daher wollte ich unbedingt einen Wide Gamut Monitor. Denn diese decken in der Regel einen Farbumfang von ca. 99% Adobe RGB ab. Somit kann ich sehr farbverbindlich arbeiten. In Kombination mit meinem Canon iPF 6350 Fineart-Drucker und ordentlichen Druckprofilen kann ich zu 95% schon am Monitor sehen wie mein Bild gedruckt aussehen wird. Über diesen tollen Drucker wird es in nächster Zeit übrigens auch noch einen Blog-Eintrag geben. Dieser Drucker ist nämlich wirklich krass. :-)

IPS-Panel

Ein weiteres Feature, dass ich unbedingt haben wollte, war ein IPS-Panel. Dies ist das Bildschirmpanel, auf dem später mein Monitorbild angezeigt wird. Die Besonderheit bei so einem Panel ist allerdings, dass die angezeigten Farben bis zum Rand gleichmäßig dargestellt werden und keinerlei Helligkeitsunterschiede aufweisen. Noch dazu ist das Panel sehr blickwinkelneutral. Das bedeutet, dass die Farben aus unterschiedlichen Blickwinkeln gleichmäßig dargestellt werden. Bei normalen Office- oder auch Laptop Monitoren ist euch vielleicht schon einmal aufgefallen, dass der Monitor am Rand heller ist und auch aus verschiedenen Blickwinkeln die Farben immer wieder anders anzeigt. Bei einem IPS-Panel ist dies nicht der Fall. Hier bleibt alles gleichmäßig.

X-Rite Unterstützung

Für die Kalibrierung und auch Profilierung verwende ich den „X-Rite i1 Display Pro“. Dieser arbeitet zum einen mit der EIZO Software „ColorNavigator 6“ zusammen (Hardware Kalibrierung) und zum anderen kann ich diesen auch mit der X-Rite eigenen Software „i1 Profiler“ für die Software Profilierung am Macbook nutzen.

X-Rite i1 Display Pro

Kaufpreis unter 1000€

Da zu einer anständigen Fotografie- bzw. Bildbearbeiter-Ausrüstung weit mehr als nur ein Monitor gehört, wollte ich unbedingt einen Monitor unter 1000€ kaufen. Anfangs dachte ich mir, dass dies wohl nicht möglich wäre, doch dann wurde ich ja mit dem EIZO CS 240 vom Gegenteil überzeugt.

Diesen Monitor gibt es übrigens auch noch als CS230 (23 Zoll) und CS270 (27 Zoll).

So dass war’s dann für heute.
Ich hoffe ich konnte euer Interesse wecken und würde mich freuen, wenn ihr auch beim nächsten Blog-Eintrag wieder vorbeischaut.
Falls ihr Fragen habt, dann stellt mit diese gerne in den Kommentaren oder per Mail über das Kontakt-Formlular.

Bleibt kreativ
Euer Julian

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